1382 m3 Schweizer Holz für neue Werkhalle
Mit einem feierlichen Akt hat die Kost Holzbau AG in Küssnacht vergangene Woche ihre neue Werkhalle eingeweiht. Die Dimensionen der neuen Halle zeigen auf, in welch überzeugendem Vorwärtsgang die Holzbranche sich befindet. Die geplanten Objekte werden grösser, dementsprechend beansprucht auch die Vorfertigung mehr Platz.Verschiedenste Objekte hat die Geschäftsführerin der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz, Melanie Brunner, in den vergangenen Jahren mit dem Label Schweizer Holz ausgezeichnet. Grosse und kleine Gebäude waren dabei, und auch die Verwendungszwecke variierten. Die neue Werkhalle der Kost Holzbau AG gehört mit Sicherheit zu den grössten, für die sie bis jetzt eine Label-Übergabe vornehmen durfte. Beeindruckende 105 Meter Länge und 38 Meter Breite misst das neue ‚Zuhause‘ der Kost-Familie. Inklusive Produktionstisch wurden dafür 1382.4 m3 gelabeltes Holz verbaut. Damit ist gemeint, dass dieses eingesetzte Holz aus den Schweizer Wäldern stammt und in der Schweiz verarbeitet wurde.
Herkunft ist entscheidend
Nun ist es nicht weiter überraschend, dass ein Holzbauunternehmen ein eigenes Bauwerk in Holz realisiert. Dass die Kost Holzbau AG – trotz aller Marktturbulenzen der vergangenen Jahre – am Herkunftsort Schweiz festgehalten und Holz aus der Region verbaut hat, verdient ein grosses Dankeschön. Die Bauherrschaft spricht sich damit für eine hohe Wertschöpfung in der Region aus und hilft mit, Arbeitsplätze zu sichern und die Ausbildung junger Berufsleute voranzutreiben. Damit, dass das Holz nicht von weit hertransportiert wird, kann graue Energie reduziert werden, und der Einsatz von Schweizer Holz sorgt nicht zuletzt auch dafür, dass die Schweizer Wälder nachhaltig bewirtschaftet und damit gesund und überlebensfähig gehalten werden.
Melanie Brunner verblüffte die Anwesenden mit weiteren beeindruckenden Werten. Die verbaute Holzmenge beispielsweise wächst im Schweizer Wald in unglaublichen 67 Minuten wieder nach. Im verwendeten Material werden 1015 Tonnen des Treibhausgases CO2 gebunden und damit langfristig der Atmosphäre entzogen. Dieser Wert entspricht dem, was 200 in der Schweiz lebende Personen in einem Jahr produzieren.
Teilnahme am Prix Lignum
Die neue Werkhalle der Firma Kost ist eines von 462 Projekten, die in der Kategorie Holzbauten beim diesjährigen Prix Lignum eingereicht wurden. Melanie Brunner forderte die Gäste dann auch gleich zum Voting für den erstmaligen Publikumspreis auf.
Der Übergabe des Labels an Robert Schmidlin, Inhaber und Gesamtleiter der Kost-Gruppe, sowie Ferdinand Schmidlin, Geschäftsführer Holzbau, stand danach nichts mehr im Weg. Die ganze Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz wünscht ihrem Firmenmitglied viel Freude und gutes Schaffen in der neuen Halle.

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