Label Schweizer Holz für Bergwelten Salwideli
Es ist eine stimmige Komposition aus Alt und Neu – das Bergwelten Salwideli in Sörenberg. Eingebettet in die pure Natur der Region Sörenberg – auf Terrassenseite mit Sicht auf die Brienzer-Rothornkette, im Hintergrund mit den beeindruckenden Karrenfeldern der Schrattenfluh. Bei der Realisierung setzte man auf Schweizer Holz; genau gesagt auf Holz aus der direkten Umgebung.Die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) durfte ein weiteres Mal einer Bauherrschaft zum Einsatz von Schweizer Holz gratulieren und dieses Bekenntnis zur lokalen Wertschöpfung mit dem Label Schweizer Holz auszeichnen. Dieses Mal führte die Reise Richtung Sörenberg, genauer gesagt zu den Bergwelten Salwideli. In den letzten eineinhalb Jahren wurde dort an- und umgebaut. Bei der Zufahrt sticht einem unweigerlich die spannende Komposition aus Alt und Neu ins Auge. Da ist der bewährte alte Bereich, den Wanderer und Langläufer von ihren Ausflügen bereits bestens kennen. Und da ist der neue Anbau, bei dessen Realisierung sich die Architekten von der Tradition der Bauten im alpinen Raum haben inspirieren lassen. Tritt man näher ans Objekt heran, beeindrucken einen unweigerlich die massiven Brettschindeln aus regionalem Fichtenholz, mit welchem das Dach eingedeckt wurde. Knapp 20‘000 Schindeln sind es an der Zahl.
Regionalität überzeugt
Überhaupt ist es die Regionalität, die beim vorliegenden Bauprojekt überzeugt. Das Holz stammt aus den drei nahegelegenen Wäldern Chadhusgraben, Änzigraben und Harzersboden. Für den Holzbau verantwortlich zeichnete eine ARGE aus umliegenden Holzbaufirmen unter der Leitung von Wicki Holzbau, Marbach.
Die Architekten Dominique Neyerlin, Marc Syfrig und Tanja Temel haben den Anbau als reinen Holzbau angelegt. Das Gebäude kommt ohne Stützen aus und wird lediglich von einem mit Holz verkleideten Betonbau im Sockel getragen. Mit der silbern scheinenden Oberfläche bildet der Neubau eine schöne Kombination mit der im Hintergrund liegenden Schrattenfluh und fügt sich wunderbar in die umliegende Moorlandschaft ein.
Beachtliche Werte
Fabienne Wey von der LHZ-Geschäftsstelle durfte der Bauherrschaft, der Messerli Stiftung, das Label Schweizer Holz überreichen. Als Vertreter der Stiftung waren Pierre Christen und Felix Howald anwesend. Knapp 70 % in der Schweiz gelabeltes Holz (hier gewachsen, hier verarbeitet) kamen zum Einsatz. 153.2 m3 sind es an der Zahl. Damit werden 112 Tonnen des Treibhausgases CO2 der Atmosphäre dauerhaft entzogen. Das verwendete Holz wächst in den Schweizer Wäldern in 7.4 Minuten nach.
Fabienne Wey dankte der Bauherrschaft für ihr Bekenntnis zu lokalen Ressourcen und damit zur Schaffung und Erhaltung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, den Architekten für ihr stimmiges Konzept und wies gleichzeitig darauf hin, dass das Bergwelten Salwideli eines der eingereichten Projekte beim diesjährigen Prix Lignum sei. Zum Abschluss dankte sie allen mitwirkenden Unternehmen für ihren Einsatz, insbesondere den regionalen Holzbaufirmen, die sich tagtäglich mit dem schönen Werkstoff Holz befassen.
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