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Flühler Neubau überzeugt in Sachen nachhaltiger Bauweise

Wieder durfte die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) ein Objekt mit dem Label Schweizer Holz auszeichnen. Dieses Mal führte die Reise ins Entlebuch, nach Flühli. Dort ist an der Hüttlenenmatt ein Mehrfamilienhaus entstanden, das in Sachen nachhaltiger Bauweise sehr zu überzeugen vermag.

Fast macht es den Anschein, als ob sich die umliegenden Bäume mit der Verfärbung ihrer Blätter farblich dem Neubau an der Hüttlenenmatt anpassen würden. Das viergeschossige Wohngebäude fügt sich optimal in die umliegende Landschaft ein, eingebettet zwischen Haglern, Schratten- und Schwändelifluh. Den Blick in Richtung Brienzer Rothorn, seines Zeichens höchster Luzerner, gerichtet. Hier konnte Stefan Bucher, Mitglied der Regionalgruppe Luzern und selbst ein «Ur-Flühler», letzten Samstag im Rahmen eines Tages der offenen Tür der Bauherrschaft Baurealit GmbH das verdiente Label Schweizer Holz übergeben.

Ökologie pur
497.4 m3 Holz sind für den Neubau zum Einsatz gekommen. Eine beachtliche Menge Schnittholz, die komplett im Umkreis von 20 Kilometern beschafft wurde. Ein absolutes Minimum an grauer Energie also, dank der Tatsache, dass zwischen Sägerei und Abbund kein Zwischentransport nötig wurde. Beide Bereiche sind nämlich im gleichen Gebäude beheimatet. Damit aber nicht genug, was die ökologischen Aspekte des Baus betrifft: Einschnitt und Abbund erfolgten zu einem grossen Teil mit Ökostrom vom PV-Dach der Sägerei- und Produktionshalle. Das neue Mehrfamilienhaus wird durch Fernwärme vom Sägewerk beheizt. Der Strom für das neue Gebäude wird von der eigenen PV-Anlage erzeugt oder vom eigenen Areal-ZEV (Zusammenschluss für Eigengebrauch) bezogen. Beachtliche 367 to CO2 werden im Objekt dauerhaft gebunden. Das entspricht einer Menge, die 72.2 Personen in der Schweiz jährlich produzieren. Es ist kaum zu glauben, dass die verwendete Holzmenge im Schweizer Wald innerhalb von 24 Minuten wieder nachwächst.

Neue Technologie und Arbeitsplätze
Bei der Realisierung der Hüttlenenmatt setzte die Bauherrschaft auf neuste Technologien – so auch auf die ts3-Verklebung der Deckenelemente. Dies ermöglichte die Realisierung einer dreidimensional tragenden Platte.

Die Baurealit GmbH als Architektur- und Planungsbüro und die Sägerei Schmidiger AG als Sägewerk und Holzbaubetrieb leben den ökologischen Holzbau, wie es das Beispiel Hüttlenenmatt und wie es viele andere realisierte Objekte in der Region bereits tun. Über 40 Ein- und Mehrfamilienhäuser wurden von diesem eingespielten Team ebenfalls mit Schweizer Holz und teilweise in Minergie PLUS oder Minergie ECO-Standard erstellt. Mit der gewählten Philosophie sagt die Bauherrschaft Ja zum Einsatz von lokalen Ressourcen und damit automatisch auch Ja zur Region und zur Schaffung und dem Erhalt von Arbeits- und Ausbildungsplätzen.



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