Schweizer Holz auf 2000 Metern: Dryyerli auf der Melchsee-Frutt ausgezeichnet
Bei strahlendem Wetter und eindrücklicher Bergkulisse wurden am 27. Februar 2026 die drei Mehrfamilienhäuser «Dryyerli» auf der Melchsee-Frutt mit dem Label Schweizer Holz ausgezeichnet. Die Bauherrschaft setzt damit ein starkes Zeichen für regionale Wertschöpfung, nachhaltiges Bauen und die konsequente Verwendung von Schweizer Holz.Die drei Neubauten befinden sich auf rund 2000 Metern über Meer – eine anspruchsvolle Lage für ein Bauprojekt dieser Grössenordnung. Trotz der alpinen Bedingungen und der exponierten Lage konnte der Holzbau termingerecht realisiert werden. Einen entscheidenden Beitrag dazu leistete die Holzbautechnik Burch AG aus Sarnen: Während der Aufrichtephase arbeiteten zeitweise sechs bis acht Mitarbeitende auf der Melchsee-Frutt und verbrachten diese intensive Bauphase gemeinsam vor Ort. Die besonderen Rahmenbedingungen in der Bergwelt förderten nicht nur eine effiziente Umsetzung, sondern stärkten auch den Teamgeist.
Holz aus der Schweiz – mit beeindruckender Wirkung
Für das Projekt Dryyerli wurden insgesamt 731,4 Kubikmeter gelabeltes Schweizer Holz eingesetzt. Eine eindrückliche Zahl – und zugleich eine, die den nachhaltigen Rohstoff Holz greifbar macht: Diese Menge wächst im Schweizer Wald in nur 35,5 Minuten wieder nach. Darüber hinaus leistet das verbaute Holz einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Insgesamt sind darin 537 Tonnen CO₂ langfristig gebunden. Dies entspricht etwa den jährlichen CO₂-Emissionen von über 106 in der Schweiz lebenden Personen.
Das Label Schweizer Holz wird an Bauprojekte vergeben, bei denen mindestens 80 Prozent des verwendeten Holzes aus der Schweiz stammen. Mit dieser Auszeichnung wird das Enga-gement der Bauherrschaft gewürdigt, auf regionale Ressourcen zu setzen und damit Arbeits-plätze zu sichern, die Ausbildung junger Fachkräfte zu fördern sowie Transportwege und graue Energie zu reduzieren.
Attraktiver Wohnraum mit durchdachtem Konzept
Mit dem Projekt Dryyerli sind insgesamt 42 Wohnungen entstanden: 13 Wohnungen zur Jahresmiete, 6 Personalappartements sowie 23 Ferienwohnungen. Verantwortlich für die Architektur zeichnet das Team der Burch und Partner Architekten unter Pascal Häller. Aus ihrer Feder entstammen die drei Neubauten, deren Setzung und Proportionen sich an der bestehenden Oberfrutt orientieren und die Topografie mit den Karsthügeln aufnehmen. Die Wohnungen überzeugen durch zweckmässige, sorgfältig konzipierte Grundrisse, teilweise maisonetteartig gestaltet, und bieten eine hohe Aufenthaltsqualität. Die grosszügigen Fenster öffnen den Blick auf die eindrückliche Bergwelt der Melchsee-Frutt und schaffen eine enge Verbindung zwischen Innenraum und alpiner Umgebung.
Gemeinsame Leistung aller Beteiligten
Alex Bennet, Geschäftsführer der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz, übergab der Bauherrschaft das Label Schweizer Holz. Verschiedene Projektbeteiligte waren ebenfalls anwesend. Die Auszeichnung nahmen stellvertretend Markus Ettlin (Präsident), Michael Rohrer (Vizepräsident) und Markus Durrer von der Bauherrschaft entgegen.
Der konsequente Einsatz von regionalem Holz zeigt eindrücklich, welches Potenzial die Wert-schöpfungskette Holz in der Zentralschweiz bietet – von der Sicherung von Arbeitsplätzen über die Ausbildung junger Fachkräfte bis hin zu kurzen Transportwegen und nachhaltiger Ressourcennutzung.
Mit dem Label Schweizer Holz wird sichtbar, dass nachhaltiges Bauen, architektonische Qualität und regionale Verantwortung erfolgreich vereint werden können – selbst unter anspruchsvollen Bedingungen auf 2000 Metern über Meer.
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