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Grosses Interesse am Holzakteurtreffen im Werkhof Uri

Rund 55 Vertreterinnen und Vertreter aus der Holzbranche, Architektur, Politik und weiteren holzrelevanten Bereichen folgten am Mittwochabend der Einladung zum Holzakteurtreffen der Regionalgruppe Uri im neuen Werkhof Uri in Schattdorf. Im Zentrum standen Einblicke in den Urner Holzkreislauf, die Entstehungsgeschichte des Werkhofs sowie der persönliche Austausch unter den Teilnehmenden.

Nach der Begrüssung durch Beat Bissig, Leiter der Regionalgruppe Uri, zeigte Céline Huber, Regierungsrätin und Sicherheitsdirektorin des Kantons Uri, die Bedeutung des Holzkreislaufs Uri auf und gab einen Überblick über laufende und geplante Projekte zur Förderung der regionalen Wertschöpfungskette Holz. Besonders beachtlich: Im Rahmen des Projekts haben Schülerinnen und Schüler in den letzten zwei Jahren 375 Holzstühle aus Urner Holz gefertigt.

Anschliessend informierte Hermann Epp, Regierungsrat und Baudirektor des Kantons Uri, über die vielfältigen Aufgaben, die vom Werkhof aus wahrgenommen werden. Dazu gehört unter anderem der Unterhalt von 153 Kilometern Kantons- und Passstrassen. Die Aufgaben reichen vom Winterdienst und der Grünpflege bis hin zu Felsräumungen und weiteren Arbeiten, die für einen sicheren und zuverlässigen Strassenbetrieb notwendig sind. Mit dem neuen Werkhof haben die Mitarbeitenden einen Arbeitsplatz erhalten, von dem aus sie ihre vielfältigen Aufgaben optimal erfüllen können. Grosszügige Zufahrten, ausreichend Lager- und Abstellmöglichkeiten sowie eine zweckmässige Infrastruktur erleichtern die täglichen Arbeiten und sorgen für kurze Wege.

Der Werkhof als Vorzeigeprojekt
Besonders interessant waren die Ausführungen von Johannes Olfs. Mit spürbarer Leidenschaft schilderte er den Weg von der ersten Idee bis zum fertigen Gebäude. Dabei zeigte er auf, wie Elemente der Umgebung und Landschaft als «Paten» für einzelne Objektbereiche dienten. So fand beispielsweise die Axenstrasse ihren architektonischen Ausdruck im markanten Vordach des Werkhofs. Die Einblicke in den Entwurfsprozess stiessen bei den Teilnehmenden auf grosses Interesse.

Einblick ins Wirken im Werkhof
Auf einem Rundgang erhielten die Teilnehmenden Gelegenheit, die einzelnen Bereiche des Werkhofs näher kennenzulernen. Dabei wurde sichtbar, wie die grosszügig konzipierte Anlage auf die vielfältigen Aufgaben und täglichen Anforderungen der Mitarbeitenden ausgerichtet ist.

Label Schweizer Holz für regionales Bekenntnis
Vor dem Apéro durfte Alex Bennet, Geschäftsführer der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz, das Label Schweizer Holz an die Vertreter des Kantons Uri überreichen.

Die Lignum vergibt das Label Schweizer Holz an Bauten, bei denen der Anteil an Schweizer Holz klar dominiert. Der neue Werkhof Uri erfüllt dieses Kriterium eindrücklich: Für den Neubau wurden insgesamt 544,4 m³ gelabeltes Schweizer Holz eingesetzt. Diese Holzmenge entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von rund 8,2 Metern. Besonders bemerkenswert ist, dass diese Menge im Schweizer Wald bereits nach 26,5 Minuten wieder nachwächst.

Gleichzeitig leistet der Bau einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz: Gemäss Berechnungen des CO₂-Instituts sind im verbauten Holz rund 400 Tonnen CO₂ gespeichert und damit für Jahrzehnte der Atmosphäre entzogen. Dies entspricht in etwa den jährlichen CO₂-Emissionen von 79 in der Schweiz lebenden Personen.

Wertvolle Plattform für Austausch und Vernetzung
Der abschliessende Apéro bot Gelegenheit für angeregte Gespräche und den Austausch unter Fachpersonen aus Holzbau, Forstwirtschaft, Architektur, Politik und Verwaltung. Die zahlreichen positiven Rückmeldungen zeigten, dass das Holzakteurtreffen erneut eine wertvolle Plattform für Vernetzung und Wissenstransfer im Kanton Uri darstellt.



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