Schule Littau erhält drei Mal Label Schweizer Holz
Für drei neue Schulgebäude in Littau Dorf wurden knapp 900 Kubikmeter Schweizer Holz verbaut – ein starkes Zeichen für nachhaltiges Bauen. Die Gebäude wurden nun von der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz mit dem Label Schweizer Holz ausgezeichnet. Gestern war die Übergabe.Die Stadt Luzern setzt bei den neuen Schulgebäuden in Littau Dorf konsequent auf den nachwachsenden Baustoff Holz. Für den Einsatz von insgesamt rund 897 Kubikmetern Schweizer Holz wurden die drei Neubauten des Schulcampus mit dem Label Schweizer Holz ausgezeichnet. Die Labelübergabe erfolgte durch Alex Bennet, Geschäftsführer der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz, an Korintha Bärtsch, Baudirektorin der Stadt Luzern. An der Übergabe nahmen ausserdem Beat Heynen, Leiter Baumanagement Immobilien Stadt Luzern, Architekt Yannick Charpié von Jäger Charpié Architekten sowie Vertreter der beteiligten Holzbauunternehmen teil.
Ein überzeugendes Gesamtbild
Die drei ausgezeichneten Gebäude bilden ein stimmiges Ensemble mit dunkelgrünen Holzfassaden und schaffen moderne Räume für Unterricht, Betreuung und Sport. Während beim Schulgebäude (Trakt C) die Fassade und die Leichtbauwände in Holz ausgeführt wurden, kombiniert der Trakt D einen massiven Unterbau mit einem aufgesetzten Dach-Holzgeschoss. Am konsequentesten zeigt sich der Holzbau bei der Dreifachturnhalle (Trakt E): Oberhalb des Fundaments entstand das gesamte Gebäude in Holz. Die eleganten Bogenträger verleihen der Halle dabei nicht nur ihre Tragstruktur, sondern auch ihren unverwechselbaren Charakter.
Wertschöpfung aus dem Schweizer Wald
«Schulgebäude mit dem Label Schweizer Holz auszeichnen zu dürfen, ist immer eine besondere Freude», sagte Alex Bennet anlässlich der Übergabe. «Holz sorgt nachweislich für eine angenehme Lernatmosphäre und schafft Räume, in denen sich Menschen wohlfühlen.» Mit der Verwendung von Schweizer Holz stärkt die Stadt Luzern die regionale Wertschöpfung und leistet einen konkreten Beitrag zum Klimaschutz. Das Holz stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Schweizer Wäldern, sichert Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette und verursacht dank kurzer Transportwege nur geringe Mengen grauer Energie.
Ein Rohstoff mit beeindruckender Bilanz
In den drei ausgezeichneten Gebäuden wurden insgesamt 897,1 Kubikmeter Schweizer Holz verbaut. Diese Holzmenge wächst im Schweizer Wald in weniger als 44 Minuten wieder nach. Gleichzeitig sind darin rund 658 Tonnen CO₂ langfristig gespeichert. Dies entspricht ungefähr den jährlichen CO₂-Emissionen von 130 in der Schweiz lebenden Personen.
Regionale Wertschöpfung entlang der gesamten Holzbaukette
Auch bei den am Bau beteiligten Unternehmen zeigt sich die konsequente Ausrichtung auf Regionalität und kurze Wege. Sowohl die ausführenden Holzbauunternehmen als auch die Lieferanten des zertifizierten Schweizer Holzes stammen aus der Region.
Damit wird die Wertschöpfungskette des Holzbaus exemplarisch geschlossen: vom nachhaltig bewirtschafteten Schweizer Wald über die Sägereien und Holzverarbeiter bis hin zur Planung und Ausführung vor Ort. Die drei Neubauten stehen damit nicht nur für zeitgemässe Architektur, sondern auch für ein starkes Bekenntnis zur regionalen Wirtschaft und zum Werkstoff Holz aus der Schweiz.
« Zurück
