Städelihof Buochs: Wohnen im Nidwaldner Holz
Fünf Mehrfamilienhäuser für altersgerechtes Wohnen in Buochs tragen neu das Label Schweizer Holz. Besonders erfreulich: Für die Wohnüberbauung konnte zu einem grossen Teil Nidwaldner Holz eingesetzt werden. Am Mittwoch, 23. September 2026, wurde die Auszeichnung im Beisein der Bauherrschaft, der beteiligten Fachleute und zahlreicher Mieterinnen und Mieter übergeben.Wer im Städelihof wohnt, lebt nicht nur in einem neuen Zuhause, sondern auch in einem Stück regionaler Wertschöpfung. Rund 3000 Festmeter Rundholz wurden für die fünf Mehrfamilienhäuser eingesetzt – zu einem grossen Teil Holz aus dem Nidwaldner Wald.
Stefan Barmettler, Präsident der Genossenkorporation Buochs und Vertreter der Bauherrschaft, nahm die Gäste bei der Labelübergabe mit auf die Entstehungsgeschichte der Überbauung. Dabei wurde deutlich, dass die Verwendung von Schweizer und insbesondere Nidwaldner Holz eine bewusste Entscheidung war.
Eine zentrale Rolle spielte dabei Richi Barmettler, Genossenrat, verantwortlich für den Bereich Wald. Er setzte sich mit grossem Engagement dafür ein, dass das Holz aus der Region eingesetzt werden konnte. «Dafür braucht es eine gute Planung, genügend Vorlaufzeit und vor allem gute Leute im Team», betonte er. Dazu gehören die Architekten von Architekturwerk, Sarnen, die Holzingenieure von holzprojekt ag, Luzern, und die Holzbauer von Strüby Holzbau AG, Seewen. Für seinen besonderen Einsatz zugunsten des regionalen Holzes wurde Richi Barmettler bereits 2025 als Holzkopf der Regionalgruppe Unterwalden der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz ausgezeichnet.
Regionales Holz, regionale Wertschöpfung
Für Alex Bennet, Geschäftsführer der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz, ist der Städelihof ein eindrückliches Beispiel dafür, was mit regionalem Holz möglich ist: «Hier wurde aus dem Rohstoff aus dem Nidwaldner Wald moderner Wohnraum für Menschen aus der Region geschaffen.»
Insgesamt wurden 1660 m³ gelabeltes Schweizer Holz verbaut. Darin sind rund 1218 Tonnen CO₂ gebunden. Und die Dimension des nachwachsenden Rohstoffs ist beeindruckend: Die verbaute Holzmenge wächst im Schweizer Wald in rund 80,7 Minuten wieder nach. Die Freude über das gelungene Gesamtwerk war bei der Labelübergabe spürbar – bei den Verantwortlichen ebenso wie bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der neuen Wohnungen. Sie fühlen sich sichtlich wohl in ihrem neuen Zuhause.
Beteiligte Unternehmen, welche das Label Schweizer Holz tragen
• Strüby Holzbau AG, Seewen
• holzprojekt ag, Luzern
Im Nachgang an die Referate erfolgte die feierliche Übergabe des Labels durch Alex Bennet an die Bauherrschaft.
Bilder: holzprojekt ag - Fotograf: Conrad von Schubert
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