Holz steht im Zentrum der Vereinsaktivitäten
Die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) lud die Vertreter der Trägerverbände, die Mitglieder und Gönner zur sechsten Generalversammlung ein. Das Gasthaus Hergiswald, ein bemerkenswerter Holzbau, fungierte als Durchführungsort. Die Versammlung erfuhr von neuen Projekten, hielt gemeinsam Rückblick auf ein intensives Vereinsjahr und verabschiedete alle Geschäfte mit Zustimmung.Begrüsst wurden die rund 70 Anwesenden von Geschäftsführerin Melanie Brunner, die sich erfreut über die grosse Gästeschar zeigte. Nach Vorstellung des bevorstehenden Programms leitete sie zu Gion A. Caminada über, der als Architekt für die Realisierung des Gasthauses Hergiswald verantwortlich war. Er faszinierte die Anwesenden mit seinen Ausführungen, die nicht nur architektonischen Gehalt, sondern auch ganz viel philosophische Aspekte und eine Menge Demut für die Gestaltung unterschiedlicher Gebäude in unterschiedlichsten Regionen mit sich brachten.
VLK wirkt als neue Trägerorganisation mit
Nach diesem ersten Eintauchen in die Welt des Holzes und einer Führung durchs Gebäude startete der offizielle Teil des Nachmittags. Präsident Pirmin Jung begrüsste zur sechsten Generalversammlung der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz. Bevor die traktandierten Geschäfte in Angriff genommen wurden, überbrachte Judith Schmutz, Kantonsratspräsidentin des Kantons Luzern, Grussworte vom Durchführungskanton.
Es gab viele Themen, die an der GV behandelt wurden: So standen die Mitglieder- und Trägerbeiträge zur Diskussion. Die Versammlung beschloss, künftig im Dreijahresrhythmus aktuelle Mitgliederzahlen abzufragen, sodass die Beiträge diesen entsprechend angepasst werden können. Pirmin Jung informierte zu einem geplanten NRP-Projekt, bei dem die Zentralschweiz als Hub für die Holzwirtschaft ausgebaut werden soll, um bekannte Lücken bedarfsgerecht zu schliessen. So ist das Ziel, das in der Region nachwachsende Holz abzuschöpfen und in der Zentralschweiz vor allem stofflich zu nutzen. Damit wird die Rohstoffsicherheit für die holzverarbeitende Industrie langfristig gestärkt. Diese und weitere Projektinhalte erfuhren die Anwesenden von Projektleiter Adrian Meier. Ein wegweisendes Thema, das spannende Diskussionen eröffnete. Ebenso durften die Anwesenden Informationen zur Erarbeitung eines Holzflussmodells erfahren. Es wurden neue Mitglieder willkommen geheissen. Ein besonderes Grusswort ging an den Verband der Luzerner Korporationen VLK, der neu als Trägerorganisation mitwirkt.
Der abwechslungsreiche Jahresrückblick von Melanie Brunner widerspiegelte eindrücklich die Vielseitigkeit des Verbandes. Mit seinen fünf Regionalgruppen, mit politischen Vernetzungen, mit Öffentlichkeitsarbeit, Social-Media-Aktivitäten und mit Rundtischgesprächen wird viel für die Zusammenarbeit in und über die Wald- und Holzbranche hinaus getan. Nicht fehlen durfte das Résumé zur Sensibilisierungskampagne zum Luzerner Wald, welche in den letzten zwölf Monaten in drei Wellen erfolgreich umgesetzt wurde und so manch positive Reaktion mit sich brachte.
Einsatz einer Revisionsstelle wird gutgeheissen
Geschäftsführerin Melanie Brunner nahm die Teilnehmenden mit auf eine Reise durch viele Zahlen. Sie präsentierte die Jahresrechnung 2023 und das Budget 2024 und erhielt für ihre tadellose Buchführung von der GV Décharge. Mit dem Wachstum des Vereins und der immer komplexeren Projekte, die realisiert werden, wurde an die Versammlung der Antrag gestellt, künftig eine externe Revisionsstelle einzusetzen. Diesem Antrag wurde einstimmig zugestimmt.
Pius Schwarzentruber übergibt Leitung
Pius Schwarzentruber hatte in den letzten Jahren die Leitung der Fachgruppe Holzenergie inne. Nun gibt er sein Amt an Andreas Moser weiter, der sich fortan mit seinem Team für die Anliegen der Holzenergie im Gesamtkonstrukt Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz einsetzen wird.
Zum Abschluss der Versammlung sprach der Präsident Dankesworte an die Mitarbeiterinnen der Geschäftsstelle, seine Ausschuss- und Vorstandskollegen und alle Trägerverbände, Mitglieder und Gönner aus. Auch dankte er allen, die der Einladung nach Hergiswald gefolgt sind. Bevor ein Teil der Teilnehmerschaft sich von den Gastgebern mit einem feinen Znacht verwöhnen liess, hatte man beim gemeinsamen Apéro die Gelegenheit, erste Gespräche zu führen und neue Kontakte zu knüpfen.
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