Korporation Unterägeri baut nachhaltig hoch 2
Die Zuger Regionalgruppe der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) lud zum Holzakteurtreffen nach Unterägeri ein. Dort entstehen aktuell zwei Neubauten auf dem Gebiet Zimel – die Sprungstrasse 21 und 23. Die Bauherrin, Korporation Unterägeri, verriet ihre Ideen von 'nachhaltig hoch 2'.Etwas über 30 Personen fanden den Weg an diesem schönen sommerlichen Abend nach Unterägeri an die Sprungstrasse 21. Als Austragungsort des Holzakteurtreffens diente die künftige Attikawohnung inkl. grosszügiger Terrasse. Nachdem Fabienne Wey von der Geschäftsstelle der LHZ Willkommensgrüsse an die Teilnehmenden richtete, übernahm Matthias Iten vom Korporationsrat der Bauherrschaft. Seine Ausführungen umfassten Informationen zum Bebauungsplan, er nahm die Anwesenden mit auf eine Reise zurück zur Konzeption, zur Wettbewerbsphase und zur effektiven Umsetzung. Er verriet ausserdem die Ziele, die sich die Korporation für die Bebauung gesetzt hat. So spielen unter anderem die soziale Durchmischung durch ein differenziertes Angebot oder auch ein nachhaltiges Energiekonzept eine wichtige Rolle – und die Bebauung soll sich gut in die Landschaft und ins Dorfbild einfügen. Davon durften sich die Gäste auf der aussichtsreichen Terrasse selbst ein Bild machen.
Ein Treppenhaus aus Holz
Der zuständige Holzbauingenieur Iwan Besmer bot Einblick in die technischen Finessen des Projekts. In seinem spannenden Referat waren die Brandschutzanforderungen an das Gebäude ebenso Thema wie auch das Tragwerkskonzept und die Haustechnik. Besonders hervor hob Besmer das Treppenhaus in Holzbauweise. Dass immer mehr Gebäude in Holz entstehen, ist landläufig bekannt. Auch weiss man, dass sehr viele dieser Gebäude über einen betonierten Treppenhauskern verfügen. Hier in Unterägeri forderte die Bauherrschaft nun einen «Durch-und-Durch-Holzbau». Die Realisierung bot für die Ingenieure wie auch für die ausführenden Holzbauer interessante Herausforderungen und einen spannenden Erfahrungsschatz, wie auch der nächste Referent, Holzbauer Armin Iten von Iten + Henggeler Holzbau AG, bestätigte. Nach seinen einleitenden Dankesworten an die Bauherrschaft liess er die Gäste Teil haben an den logistischen Aufgaben, die an sein Team gestellt wurden. Als Holzbauer agieren im vorliegenden Bauprojekt übrigens die beiden Lokalmatadoren Iten & Henggeler Holzbau AG und Hürlimann Holzbau AG im Verbund. Iten erwähnte beeindruckende Werte wie die 38 Pritschen Material, welche beim Bau zum Einsatz kamen.
Wohnraumklima – Mehrwert für Bewohner
Den Abschluss der Referatsreihe machte Architekt Maurus Bühlmann von UNIT Architekten AG. Auch er liess die Anwesenden Einblick nehmen in eine intensive Projektrealisierung, ging bei seinen Ausführungen auf die Thematik «Wohnraumklima» ein und hielt Visualisierungen bereit, wie sich die verschiedenen Wohnräume dereinst präsentieren werden. Dies bot eine passende Überleitung zur nachfolgenden Besichtigung, welche in drei Gruppen vorgenommen werden konnte. Beim abschliessenden Apéro wurden mit den anwesenden Fachleuten in persönlichen Gesprächen weitere Fragen geklärt. Ein gelungener Anlass, der auf dem Bekenntnis für den Einsatz von lokalen Ressourcen basierte.
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