Ein Ort zum Leben - in Holz erbaut
An der Wesemlinstrasse in Luzern konnte die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) ein Mehrfamilienhaus mit dem Label Schweizer Holz auszeichnen. Das sechsgeschossige Wohnhaus mit insgesamt vier Wohnungen ersetzt ein bestehendes Einfamilienhaus und schafft damit eine nachhaltige Verdichtung in einem attraktiven Wohnquartier in Stadtnähe. Die Ideen für die Umsetzung lieferten die blu architekten aus Luzern.«Ein Ort zum Wohnen», das ist der Gedanke beim Eintreffen an der Wesemlinstrasse 85 in Luzern. Stolz steht es da und bildet mit seiner natürlichen Schönheit einen sehenswerten Abschluss des Luzerner Stadtquartiers. Holz dominiert den Anblick; Schweizer Holz, wohlverstanden. 172.6 m3 gelabeltes Schweizer Holz haben die Holzbauer von der Hecht Holzbau AG, Sursee, im Objekt verbaut – dies sowohl als Bau- und Fassadenmaterial wie auch beim Fertigen der ausgeklügelten Klappläden für einen natürlichen Sonnenschutz.
Für die weitsichtige Planung und Umsetzung dieses Mehrfamilienhauses durfte Fabienne Wey von der Geschäftsstelle der LHZ dem Bauherrn Hanspeter Schüpfer das Label Schweizer Holz überreichen. Bei der feierlichen Übergabe betonte sie, wie weitreichend der Einsatz von lokalen Ressourcen auch hinsichtlich einer funktionierenden Wertschöpfung ist: Arbeits-plätze können gesichert werden. Ausbildungsplätze können geschaffen und erhalten werden. Es findet eine merkliche Reduktion von grauer Energie statt, da lange Transportwege entfallen. Und nicht zuletzt werden Wälder umweltschonend bewirtschaftet, was sie für die Zukunft gesund und stabil bleiben lässt.
Ein Gebäude mit Strahlkraft
Das Gebäude präsentiert sich als klarer Kubus mit Giebeldach, welches in seiner Form historische Gestaltungselemente des Wesemlinquartiers aufgenommen und weiterentwickelt hat. Auch hinsichtlich Energiebilanz vermag das Objekt zu überzeugen. Im verwendeten Holz werden gemäss Berechnungen des CO2-Institutes langfristig 127 Tonnen des Treibhausgases CO2 gebunden und somit langfristig der Atmosphäre entzogen. Das entspricht einer Menge, die 25 in der Schweiz lebende Personen in einem Jahr produzieren. Ein weiterer Wert, der zu erstaunen vermag: Die eingesetzten 172.6 m3 Schweizer Holz wachsen im Schweizer Wald in 8.4 Minuten wieder nach!
Mit seiner Erdsonden-Wärmepumpe, der Photovoltaikanlage auf dem Dach, dem sehr guten Anschluss an den Öffentlichen Verkehr und dem ressourcenschonenden Umgang mit Baumaterialien darf dieses Mehrfamilienhaus als Vorzeigeobjekt hinsichtlich energieeffizienten Bauens bezeichnet werden.
Die Basis: eine funktionierende Zusammenarbeit
Beim anschliessenden Apéro auf der Terrasse im obersten Stock des Hauses konnte einer-seits die unglaubliche Weit- und Aussicht genossen werden. In den Gesprächen war ausserdem spürbar, dass der Projekterfolg nicht zuletzt der funktionierenden Zusammenarbeit aller Beteiligten zu verdanken ist. So äusserten sich der Bauherr Hanspeter Schüpfer, Alexa und Sascha Birrer von blu architekten wie auch Hubert Hecht und Pascal Tschupp von Hecht Holzbau AG dankbar für das inspirierende Miteinander, das als Resultat dieses grossartige Vorzeigeobjekt zutage gebracht hat.
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