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LHZ war Gast bei Fraktionssitzung von «Die Mitte Uri»

Am 21. August 2024 traf sich «Die Mitte-Uri-Fraktion» zu ihrer Fraktionssitzung. Neben den rund 30 Fraktions- und den drei Regierungsratsmitgliedern waren auch Vertreter der Regionalgruppe Uri der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) in Unterschächen. Ziel dieses Einsatzes: Man brachte die Anliegen der Wald- und Holzbranche näher und nahm den Wald-Holz-Politik-Dialog mit den Anwesenden auf.

Im Restaurant Alpina in Unterschächen konnten die LHZ-Vertreter Beat Bissig und Matthias Zurfluh den Vertretern von «Die Mitte Uri» die Aufgaben und Tätigkeiten sowie die Organisationsstruktur der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) vorstellen. Sie informierten über die Wald- und Holzbranche und deren Chancen und Herausforderungen der Zukunft, für welche man sich fit machen will. Sie sprachen auch über die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und wie entscheidend die Branche als Wirtschaftsfaktor und Arbeitgeber ist.

Die LHZ-Vertreter gewährten Einblicke in die LHZ-Aufgaben wie bspw. regelmässige Info-Anlässe für verschiedene Zielgruppen oder Interventionen bei anstehenden Bauprojekten. Auch die Kommunikation für die Branche ist ein wichtiges Element. Sie ist zudem verantwortlich für den renommierten Prix Lignum und fördert die interdisziplinäre Zusammenarbeit in der Branche. Wichtiger Inhalt der LHZ-Ausführungen waren auch Informationen zum Holzkreislauf Uri, der zum Ziel hat, die Holznutzung im Urner Wald zu erhöhen und die Verwendung von Urner Holz zu steigern. Damit kann die CO2-Senkenleistung von Wald und Holz für den Klimaschutz in Uri optimiert und der Wald klimafit werden. Gemeinsam mit der Korporation Uri und Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Gesellschaft und Bildung setzt der Kanton Uri Projekte um wie den «Urner Holzstuhl» für den Werkunterricht in Schulen, das Baumpflanzungsprojekt für einen stabilen Bergwald von morgen oder den Wald- und Holzführer um.

Der Wald – ein Vielleister
Nach diesen Informationen ging’s in Fahrgemeinschaften raus auf die WSL-Testfläche Brunnital. Dort informierte Susanne Arnold vom Amt für Forst und Jagd, Kanton Uri, über den Wald und seine klimatischen Herausforderungen. Dabei machte sie deutlich, wie viel der Wald leistet und wie vielseitig seine Funktionen sind: Frischluftproduktion, Trinkwasserreinigung, Rohstoffproduktion und – für den Kanton Uri essenziell – Schutzfunktion. Nun ist land-läufig bekannt, dass der Wald zwar das Klima schützt, selbst aber immer mehr von den klimatischen Veränderungen betroffen ist. Es wird wärmer und im Sommer trockener. Dies wirkt sich auf die klimatische Eignung der Baumarten an ihren heutigen Standorten und damit auf zukünftige Waldleistungen aus. Auf vielen Waldstandorten werden unter den klimatischen Bedingungen, welche gegen Ende des 21. Jahrhunderts erwartet werden, andere Baumarten besser wachsen als diejenigen, welche heute dort gedeihen.

Welche Baumarten den klimatischen Bedingungen der nächsten Jahre Stand halten können, das sollen 57 Testpflanzungen in der gesamten Schweiz aufzeigen. So auch jene im Brunnital. Warum eine aktive Waldbewirtschaftung so wichtig ist, kam im Referat von Susanne Arnold zum Ausdruck: Um die oben genannten Funktionen übernehmen zu können, muss der Wald fit und gesund sein. So ist eine laufende natürliche Verjüngung angesagt und die Holz-ernte darf aktiv erfolgen. Denn – und das wird immer wieder vergessen – Bäume binden sowohl während ihres Wachstums Kohlenstoff wie auch später in realisierten Holzbauten.

Man darf auf einen gelungenen Dialog der Urner Politiker und der LHZ-Vertreter zurückblicken. Weitere werden hoffentlich folgen.

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