Mit Herzblut für Holz: Melanie Brunner verabschiedet sich
Die 7. Generalversammlung der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz war geprägt von Rückblick, Emotionen und einem bedeutenden Abschied: Nach 17 Jahren wurde Geschäftsführerin Melanie Brunner feierlich verabschiedet. Zugleich stellte die Versammlung die Weichen für die Zukunft – alle traktandierten Geschäfte wurden einstimmig gutgeheissen.Die Freude war ihr ins Gesicht geschrieben, als sie ihre Grussworte an die Teilnehmenden der 7. Generalversammlung der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) richtete und diese herzlich in Buochs willkommen hiess. Brunner orientierte über das Programm des Tages und gab anschliessend das Wort weiter an Benno Frank. Als Vertreter des Gastgeberbetriebes Frank Türen AG begrüsste auch er die Gäste herzlich.
Alle Geschäfte wurden gutgeheissen
Durch die GV führte Pirmin Jung, Präsident der LHZ. Nach seiner offiziellen Begrüssung richtete er spezielle Willkommensgrüsse an Alex Bennet, der die Geschicke der LHZ ab dem 1. Juni 2025 als neuer Geschäftsführer lenken wird. Bennet stellte sich der Versammlung kurz vor und wurde schliesslich mit einem Applaus in die LHZ-Familie aufgenommen.
Es folgten die Grussworte des höchsten Nidwaldners. Landratspräsident Toni Niederberger liess es sich nicht nehmen, trotz vollem Terminkalender ebenfalls kurz bei den ‘Hölzigen’ vorbeizuschauen. Er gab seiner Freude Ausdruck, dass Nidwalden als Durchführungskanton der diesjährigen GV auserkoren wurde. Dann ging es an die GV-Traktanden, welche unter der Leitung des Präsidenten behandelt wurden. Sämtliche Geschäfte konnten einstimmig verabschiedet werden. Besonders hervorzuheben sind die 14 neuen Firmenmitglieder, welche 2024, und die drei neuen Mitglieder, welche 2025 zur LHZ gestossen sind.
Gremien werden bestätigt
Alle Akteure innerhalb des Verbandes – Präsident, Vorstand, Ausschuss – stellten sich zur Wiederwahl und erhielten einstimmige Bestätigung. Die Revisoren Bruno Abplanalp und Hans Herger wurden mit Dank verabschiedet. Edgar Kälin bleibt auch in der kommenden Legislatur als Revisor tätig. An seine Seite treten Jost von Moos und Erich von Weissenfluh, letzterer als Ersatzrevisor.
Vielseitiges Aktivitätenprogramm
Unter Traktandum 8 zeigten die Regionalgruppenverantwortlichen in ihrer jeweiligen Programmvorschau eindrucksvoll: Das Engagement ist gross – und die Interessierten dürfen sich auf ein vielfältiges Jahresprogramm freuen. Auch Melanie Brunner erwähnte einige laufende Vorhaben, welche eine erfolgreiche Holzpromotion auch für die Zukunft sicherstellen. Brunner präsentierte ausserdem ein Update zum Branchenspiegel der Zentralschweizer Holzwirtschaft. Die aktualisierte Studie – erarbeitet vom Institut für Betriebs- und Regionalökonomie der Hochschule Luzern – zeigt: Die Holzbranche ist von grosser wirtschaftlicher Bedeutung für die Region. Im Jahr 2022 beschäftigte sie rund 15'400 Personen in über 2’100 Betrieben. Insgesamt generiert die erweiterte Holzbranche eine jährliche Wertschöpfung von geschätzten 3,7 Milliarden Franken, was 4,9 Prozent des Zentralschweizer BIP entspricht.
NRP-Projekt nimmt Fahrt auf
Das NRPProjekt «Starke, nachhaltige, stabile Zentralschweizer Holzwirtschaft» wurde an der letztjährigen GV umfassend vorgestellt. Es zielt darauf ab, die Rohstoffsicherheit in der Region langfristig zu stärken. Ein zentrales Element ist ein Monitoring, das zeigt, wo welches Holz verfügbar ist, welche Erntekosten anfallen und wann welche Mengen benötigt werden. Der designierte Geschäftsführer Alex Bennet übernimmt ab dem 1. Juni 2025 zusätzlich die Projektleitung und wird erste Kontakte zu den relevanten Akteuren knüpfen.
Verabschiedung Melanie Brunner
Und dann stand die Verabschiedung von Melanie Brunner im Mittelpunkt. Mit einigen Bildern wurde ihre 17-jährige Einsatzzeit in Erinnerung gerufen. Pirmin Jung, langjähriger Begleiter Brunners, hob ihr herausragendes Engagement für die Wald- und Holzbranche hervor und sprach von zahlreichen bedeutenden Verdiensten der scheidenden Geschäftsführerin. Fabienne Wey, Mitarbeiterin der Geschäftsstelle, dankte ihr für die gemeinsame fünfjährige Zusammenarbeit und überreichte ihr im Namen der gesamten Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz einen Gutschein für einen Holzschnitzkurs. Als Zeichen ihrer außergewöhnlichen Leistungen ernannte Präsident Pirmin Jung Melanie Brunner im Namen des Vorstandes zum ersten Ehrenmitglied der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz. Zudem überreichte er ihr einen Gutschein für das Pflanzen eines Baumes, um ihre nachhaltige Arbeitsweise zusätzlich zu würdigen.
Das Wort gehörte nun der abtretenden Geschäftsführerin. Melanie Brunner erinnerte sich an 17 abwechslungsreiche, intensive und prägende Jahre und hob die vielseitigen Herausforderungen ihres Jobs hervor, die sie stets mit grosser Freude meisterte. Sie bedankte sich bei der Versammlung für die wertschätzenden Kontakte über all die Jahre hinweg. Sie wünschte ihrem Nachfolger Alex Bennet mit einer Pflanze viel Erfolg in seiner neuen Aufgabe ab dem 1. Juni. Auch bei ihrer Mitarbeiterin Fabienne Wey bedankte sie sich mit einer symbolischen Pflanze und tat dasselbe bei ihrem Chef und langjährigen Wegbegleiter Pirmin Jung. Mit herzlichem Applaus nahm die Versammlung Abschied von ihr und verabschiedete sie in ihre letzten drei Wochen bei der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz.
Mit dieser besonderen Generalversammlung ging eine Ära zu Ende – und zugleich richtete sich der Blick hoffnungsvoll nach vorne. Pirmin Jung schloss die 7. Generalversammlung mit einem Ausblick auf das kommende Jahr und kündigte bereits das Datum der nächsten GV an: Donnerstag, 21. Mai 2026.
Altersgerechtes Wohnen Städelihof
Im Anschluss an den offiziellen Teil der Versammlung stellte Richard Barmettler von der Genossenkorporation Buochs das lokale Projekt „Altersgerechtes Wohnen Städelihof“ vor. Die Korporation geht mit ihren Neubauten einen erwähnenswerten Weg: Das für die Realisierung verwendete Holz stammt vollumfänglich aus der direkten Umgebung. Barmettler berichtete von Chancen und Herausforderungen eines solchen Projekts. Als nächster Programmteil begaben sich die Teilnehmenden in Gruppen aufgeteilt auf zwei Führungen. Einmal durch die Betriebsstätte der Frank Türen AG und einmal zur Besichtigung des Städelihofes. Beim anschließenden Apéro und Abendessen hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die gewonnenen Eindrücke weiter zu vertiefen und sich über die Erlebnisse auszutauschen.
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