Spannender Einblick in Elementproduktion
Am Dienstag, 26. November 2024, hat die Regionalgruppe Luzern der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz (LHZ) zum Treffen der Holz-Politik-Gruppe bei der Renggli AG in Schötz eingeladen. Gefolgt sind der Einladung Vertreter aller Fraktionen und Interessierte aus den Reihen der LHZ. Ein gehaltvoller Abend, der auf viel Zuspruch stiess.Bereits zum vierten Mal ist die Holz-Politik-Gruppe Luzern der LHZ zusammengekommen. Dieses Jahr wurden die Teilnehmenden bei der Firma Renggli in Schötz willkommen geheissen. Dies hat seinen guten Grund. Aktuell produziert das Unternehmen nämlich die Aussenwandelemente für die kantonale Verwaltung am Seetalplatz (KVSE). Für die Luzerner Fraktionsvertreter und alle weiteren Interessierten natürlich eine gute Möglichkeit, diese Produktion vor Ort mitzuerleben.
Hoher Vorfertigungsgrad und ausgeklügelte Logistik
Bevor es für die Anwesenden auf den Produktionsrundgang ging, durften sie den Worten von CEO David Renggli und dem zuständigen Projektleiter Matthias Schmidiger lauschen. Den Referatsinhalt konnten sie später 1:1 quasi live miterleben. Die Parlamentarier zeigten sich beeindruckt ob des hohen Vorfertigungsgrades und der ausgeklügelten Logistik der Waren sowie der vorgefertigten Elemente. Auch kam immer wieder zutage, welche Flexibilität gefordert ist, um ein Bauvorhaben in diesen Dimensionen zu realisieren – im Bewusstsein, dass parallel noch andere Projekte produziert werden dürfen.
Zurück im Schulungsraum rückte Pius Renggli, Leiter Regionalgruppe Luzern, ein sehr aktuelles Thema ins Zentrum: «Bauen mit eigenem oder regionalem Holz». Es kristallisierte sich heraus, dass eine Planung mit regionalen Ressourcen besonders sorgfältig und vorausschauend zu erfolgen hat. Renggli präsentierte einige Verfahrensmöglichkeiten mit entsprechenden Rahmenbedingungen. Die Anwesenden erfuhren den Musterprozess des Bauens mit eigenem Holz und erhielten Unterschiede aufgezeigt, wenn der Bauprozess eigenes Holz vorsieht, oder wenn regionales Holz beschafft werden muss.
Luzerner Wald bietet mehr Potenzial
Bruno Röösli, Leiter Wald von der Dienststelle Landwirtschaft und Wald, und Ruedi Helfenstein, Leiter Staatsforstbetrieb, vertieften anhand des Seetalplatzes (KVSE) die «gewählte Variante für die Holzbeschaffung und die verfügbaren Holzressourcen im Luzerner Wald. Dabei machten sie den Anwesenden sichtbar, dass die vorhandenen Ressourcen im Luzerner Wald heute nicht vollständig ausgeschöpft werden und noch viel Potenzial bieten, um die nachhaltige Bauweise zu stärken. Im Falle der kantonalen Verwaltung erfolgt eine Inhouse-Beschaffung aus dem Luzerner Staatswald: 4‘038 m3 Rundholz (Fichte und Tanne) beträgt der Bestellumfang, der durch die Renggli AG ausgelöst wurde.
In seinen Ausführungen hob Bruno Röösli hervor, dass für die KVSE lediglich 1 % der übliche Menge des im Luzerner Wald jährlich verfügbaren Rundholzes benötigt wurden. Dank der Inhouse-Vergabe ist sichergestellt, dass einheimisches Holz mit kurzen Wegen zum Zug kommt und die Wertschöpfung in der Region bleibt: In 13 Staatswaldgebieten sind Holzschläge für das neue Verwaltungsgebäude entstanden. Die Verarbeitung erfolgt in Betrieben im Kanton Luzern und in Grenznähe. Bereits im Dezember startet der Holzbau mit der Montage. Der Vorfertigungsgrad und die Präzision im ganzen Prozess werden hinsichtlich Bauablaufgeschwindigkeit sowie der Qualität des Rohbaus einen wertvollen Beitrag leisten.
Bei den anschliessenden Diskussionen wurde spürbar, mit wie viel Interesse die Gäste den Abend aufgenommen haben. Die Gruppe konnte beim Apéro in einen wertvollen Austausch übergehen. Die LHZ dankt allen Teilnehmenden für das Interesse und bedankt sich bei der Renggli AG für die Gastfreundschaft und den spannenden Einblick.
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