«formidabel» - ein Schulgebäude aus Schweizer Holz
Am vergangenen Samstag wurde das neue Schulhaus «formidabel» der sozialpädagogischen Schule Malters feierlich eröffnet. Der dreigeschossige Erweiterungsbau beeindruckt durch seine konsequente Ausführung in Holz – ein Zeichen für nachhaltiges Bauen und architektonisches Feingefühl.«formidabel» - der Name ist in der sozialpädagogischen Schule Malters tatsächlich Programm. Bei der offiziellen Übergabe des Labels Schweizer Holz an die Stiftung sozialpädagogische Schule formidabel würdigte Geschäftsführerin Melanie Brunner (Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz) den gelungenen Neubau. In ihrer Ansprache hob sie die Bedeutung von Schweizer Holz hervor und betonte die positiven Auswirkungen auf Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft.
Schweizer Holz – eine nachhaltige Entscheidung
Für den Neubau wurden 296,1 m³ Holz verbaut – allesamt aus Schweizer Wäldern geerntet und im Inland verarbeitet. Das Material stammt von folgenden Betrieben: Birrer Holz AG, Hergiswil LU, Schilliger Holz, Küssnacht SZ, Hüsser Holzleimbau AG, Bremgarten AG. Diese Holzmenge wächst in der Schweiz in nur rund 14 Minuten wieder nach. Laut Berechnungen des CO₂-Instituts sind im verbauten Holz rund 218 Tonnen CO₂ dauerhaft gespeichert – so viel, wie 43 Personen in der Schweiz pro Jahr durchschnittlich verursachen.
Warum Schweizer Holz?
Warum es so wichtig ist, mit Schweizer Holz zu bauen, erklärte Geschäftsführerin Melanie Brunner den Anwesenden:
• Mit dieser Bauweise werden lokale Arbeitsplätze gesichert
• Junge Leute können in zukunftsorientierten Berufsrichtungen ausgebildet werden
• Der Rohstoff muss nicht von weit hertransportiert werden und reduziert damit das Aufkommen von grauer Energie
• Ein wichtiger Faktor ist ausserdem, dass mit der Holzbauweise eine aktive und umweltschonende Bewirtschaftung der Schweizer Wälder vorangetrieben wird
• Und was immer wieder vergessen wird: Holz wächst nach und braucht dazu nur Sonnenenergie.
Würdigung und Details des Projekts
Im Anschluss überreichte Melanie Brunner das Label Schweizer Holz offiziell an den Baukommissionspräsidenten René Bischof und gratulierte der Stiftung, der Schule und den anwesenden Unternehmen zum vorbildlichen Projekt. Ihr Dank galt auch den beteiligten Fachleuten: Architektur - ARGE Unit Architekten AG & Mai Architektur GmbH; Holzbau - Hecht Holzbau AG; Holzbauingenieur - holzprojekt ag.
Beim anschliessenden Rundgang wurden feine und wichtige Details sichtbar. So beispielsweise die Anlehnung des Farbkonzeptes an die bestehenden Bauten; eine beeindruckende Treppe, welche sich durch die drei Geschosse windet und in Grün ausgeführt wird. Eine Farbe, welche die Kinder beruhigt. Dass diese Finessen wichtig sind und funktionieren, bestätigte eine Lehrperson, welche es schätzt, sich mit den Lernenden in ruhige und wohltuende Räume zurückziehen zu können.
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