Holz trifft Politik in Sarnen
Rund 70 Gäste aus Politik, Verwaltung und Justiz folgten am vergangenen Samstag der Einladung zum diesjährigen Obwaldner Behördenausflug. Organisiert wurde dieser von Kantonsratspräsident Hubert Schumacher. Gastgeberin für den letzten Teil des Programms inklusive Apéro war die Holzbautechnik Burch AG, welche den Teilnehmenden spannende Einblicke in modernes Holzhandwerk sowie die industrielle Holzbauproduktion gewährte.Die Veranstaltung bot gleichzeitig die ideale Plattform, um den diesjährigen Holz-Politik-Anlass der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz in den Ablauf zu integrieren. Dieser findet traditionell alternierend zwischen Nid- und Obwalden statt und konnte so im Rahmen des Behördenausflugs einem breiten Publikum vorgestellt werden. Der Besuch der Holzbautechnik Burch AG bildete den letzten Programmpunkt des von Kantonsratspräsident Hubert Schumacher organisierten Behördenausflugs, an welchem Mitglieder von Kantons- und Regierungsrat sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gerichte mit Begleitung teilnahmen.
Anerkennung für ein engagiertes Familienunternehmen
In seinem Grusswort dankte Hubert Schumacher der Gastgeberfirma für die Gastfreundschaft und hob die kürzlich erhaltene Auszeichnung hervor: Die Holzbautechnik Burch AG wurde mit dem Obwaldner KMU-Anerkennungspreis 2025 ausgezeichnet. Gewürdigt wurden insbesondere die nachhaltige Unternehmensentwicklung, die hohe handwerkliche Qualität sowie das starke Engagement in der Berufsbildung und Nachwuchsförderung.
Einblick in die moderne Holzbauproduktion
Anschliessend begrüsste Geschäftsführer Roger Burch die Gäste persönlich und führte in das weitere Programm ein. In vier Gruppen aufgeteilt, erhielten die Teilnehmenden einen direkten Einblick in den Obwaldner Traditionsbetrieb. Mitarbeitende der Firma führten durch die verschiedenen Hallen und zeigten live, wie moderne Holzelemente entstehen. Für viele Gäste bot sich damit die seltene Gelegenheit, industrielle Holzbauproduktion hautnah mitzuerleben.
Beim anschliessenden Apéro blieb Zeit für Gespräche und Begegnungen. Danach nahm Roger Burch die Anwesenden mit auf eine Reise durch die Unternehmensgeschichte. Im Zentrum standen dabei die Gründung des Betriebs im Jahr 1942 durch seinen Grossvater Hermann Burch-Jakober sowie die fortlaufende Weiterentwicklung unter seinem Vater Hermann Burch-Birrer, der die Firma 1977 mit sechs Mitarbeitenden übernommen hatte. Schritt für Schritt entstanden neue Produktionshallen, moderne Bearbeitungszentren und zusätzliche Betriebszweige. Seit 2017 führt Roger Burch das Unternehmen und entwickelt es seither konsequent zu einem modernen, leistungsfähigen Betrieb – ganz im Zeichen von Holz – weiter. Individuelle Kundenlösungen stehen dabei im Fokus der Arbeit.
Tradition und Innovation unter einem Dach
Heute beschäftigt sich die Holzbautechnik Burch AG neben dem klassischen Holzbau auch mit individuellen Schreinerarbeiten. Roger Burch betonte die Freude seines Teams, massgeschneiderte Produkte aus Holz für die Kundschaft zu schaffen und dabei traditionelle Handwerkskunst mit modernster Technik zu verbinden.
Anliegen der Holzbranche an die Politik
Zum Abschluss des offiziellen Teils übergab Roger Burch das Wort an Alex Bennet, Geschäftsführer der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz. Dieser bedankte sich für die Möglichkeit, Teil des Anlasses zu sein, und zeigte sich erfreut über das grosse Interesse der Obwaldner Behörden an der Wald- und Holzbranche.
In einer kurzen Vorstellung erläuterte Alex Bennet die Aufgaben und Ziele der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz und formulierte drei zentrale Anliegen an die Politik: Erstens müsse das vorhandene Holznutzungspotenzial konsequent ausgeschöpft werden. Zweitens dürften Betriebserweiterungen im Holzbau, in der Holzindustrie und im Schreinergewerbe nicht unnötig durch aufwendige Auflagen erschwert werden. Drittens brauche es Lösungen für die Lagerung grosser Holzelemente und Transportpritschen, da die Platzbedürfnisse der Betriebe mit zunehmender Grösse der Bauprojekte stetig wachsen.
Austausch als wichtige Grundlage
Der Anlass zeigte eindrücklich, wie eng Politik, Wirtschaft und die Wald- und Holzbranche in der Zentralschweiz miteinander verbunden sind – und wie wichtig der direkte Austausch für die gemeinsame Entwicklung bleibt.
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