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Schlierenrütisteg in Alpnach erhält das Label Schweizer Holz

Ein eindrückliches Holzbauwerk für Alpnach: Der neue Schlierenrütisteg wurde vergangene Woche offiziell eingeweiht. Im Rahmen der Feierlichkeiten durfte die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz das Label Schweizer Holz an die Obwaldner Regierung übergeben.

56,5 Meter Spannweite, eine markante gedeckte Fachwerkkonstruktion und viel sichtbares Holz: Der neue Schlierenrütisteg in Alpnach ist ein Bauwerk, das eindrücklich zeigt, was mit Holz möglich ist. Vergangene Woche wurde die neue Verbindung über die Grosse Schliere im Beisein von Gästen aus Politik, Verwaltung und der Region offiziell eingeweiht.

Holz prägt das Bauwerk
Der neue Steg ist Teil der Hochwasserschutzmassnahmen an der Grossen Schliere und ermöglicht Fussgängerinnen, Fussgängern und Velofahrenden die Überquerung des Gewässers. Die 56,5 Meter weit spannende Brücke wurde als gedeckte Holz-Fachwerkkonstruktion ausgeführt.

Für die Realisierung der Brücke zeichnete die Holzbautechnik Burch AG aus Sarnen verantwortlich. Die über 55 Meter langen Fachwerke wurden vor Ort zusammengefügt und montiert. Die Konstruktion macht den Baustoff Holz auf besondere Weise erlebbar. Das Tragwerk ist nicht versteckt, sondern ist sichtbarer Teil der Gesamtkomposition. Gleichzeitig zeigt die Brücke, wie optimal der Werkstoff Holz grosse Spannweiten und anspruchsvolle Konstruktionen meistert.

Schweizer Holz sichtbar gemacht
Für die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz stand bei der Einweihung ein besonderer Moment im Mittelpunkt: die Übergabe des Labels Schweizer Holz an Regierungsrat Josef Hess als Vertreter des Kantons Obwalden.

Das Label zeichnet Bauwerke und Bauteile aus, bei denen Schweizer Holz eingesetzt und die Herkunft des Holzes nachgewiesen wird. Es macht damit sichtbar, dass der nachwachsende Rohstoff aus Schweizer Wäldern stammt und die Wertschöpfungskette Holz in der Schweiz gestärkt wird. Einige beeindruckende Werte zur Holzbilanz: Insgesamt wurden 132 m3 gelabeltes Schweizer Holz eingesetzt. Das entspricht einem Gewicht von ungefähr 61 Tonnen. Diese Holzmenge wächst im Schweizer Wald in beeindruckenden 6.4 Minuten wieder nach. 97 Tonnen CO2 sind darin langfristig gebunden, was einer Inlandsemission von 19.2 in der Schweiz lebenden Personen entspricht.

Dass ein solch markantes öffentliches Bauwerk mit Schweizer Holz realisiert wurde, ist aus Sicht der Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz besonders erfreulich. Der Schlierenrütisteg verbindet dabei auf eindrückliche Weise technische Leistungsfähigkeit, sorgfältige Holzkonstruktion und die Verwendung eines einheimischen Rohstoffs.
 
Feierliche Einweihung
Die offizielle Einweihung bot den passenden Rahmen, um den neuen Steg gemeinsam zu würdigen. Ansprachen, musikalische Beiträge und berührende Alphornklänge sorgten für einen stimmungsvollen Anlass.

Mit der Übergabe des Labels Schweizer Holz wurde schliesslich auch die Herkunft des verwendeten Holzes sichtbar gemacht. Ein kleiner, aber wichtiger Teil einer Feier, die einem aussergewöhnlichen Bauwerk gewidmet war.

Die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz gratuliert dem Kanton Obwalden und allen weiteren am Projekt Beteiligten zum gelungenen Schlierenrütisteg. Ausserdem dankt sie den Unternehmen, die das eingesetzte Holz verarbeitet haben: Holzbautechnik Burch AG, neue Holzbau AG, Deligno AG und Holz Stürm AG.



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