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Wo Schweizer Holz auf echtes Handwerk trifft

Das Mehrfamilienhaus von Ivan Tschopp und Sandra Fankhauser in Hochdorf ist mit dem Label Schweizer Holz ausgezeichnet worden. Rund 197 Kubikmeter gelabeltes Schweizer Holz stecken im Neubau. Damit wird sichtbar, was entsteht, wenn einheimisches Holz konsequent eingesetzt und die Wertschöpfung in der Region gehalten wird.

Am Mittwoch, 26. August, durfte die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz das Mehrfamilienhaus von Ivan Tschopp und Sandra Fankhauser in Hochdorf mit dem Label Schweizer Holz auszeichnen. Das Label steht für Bauten, bei denen ein grosser Teil des verwendeten Holzes aus der Schweiz stammt. Es macht damit sichtbar, dass mit einem Bauprojekt nicht nur attraktiver Wohnraum entsteht, sondern auch die Schweizer Wald- und Holzwirtschaft gestärkt und regionale Wertschöpfung gefördert wird.

Für Bauherr Ivan Tschopp war die Verwendung von Schweizer Holz von Anfang an klar. Als Inhaber und Geschäftsführer der Tschopp Holzbau AG in Hochdorf sowie als Präsident der Sektion Luzern-Land von Holzbau Schweiz setzt er sich seit Jahren für den einheimischen Rohstoff und die gesamte Wertschöpfungskette ein. Mit dem eigenen Mehrfamilienhaus wird dieses Bekenntnis nun auch am Gebäude sichtbar.

197 Kubikmeter Schweizer Holz verbaut
Insgesamt wurden im Mehrfamilienhaus rund 197 Kubikmeter gelabeltes Schweizer Holz verbaut. Das entspricht einem Würfel mit einer Kantenlänge von rund 5,8 Metern oder einem Gewicht von etwa 90 Tonnen. Und die Menge zeigt eindrücklich, wie schnell der Schweizer Wald nachliefert: Das verbaute Holz wächst in den Schweizer Wäldern in rund 9,6 Minuten wieder nach.

Gleichzeitig bleibt mit Schweizer Holz ein grosser Teil der Wertschöpfung im Land. Die Nutzung des heimischen Rohstoffs sichert Arbeitsplätze, unterstützt Ausbildungsplätze und hält Transportwege kurz. Zudem stammt der nachwachsende Rohstoff aus Schweizer Wäldern, die nachhaltig bewirtschaftet werden.

Auch die CO₂-Bilanz des verbauten Holzes ist bemerkenswert: Gemäss den Berechnungen des CO₂-Instituts sind in den 197 Kubikmetern Holz rund 145 Tonnen CO₂ gebunden und damit für Jahrzehnte der Atmosphäre entzogen.

Vom Holzbauer zum Bauherrn
Dass Ivan Tschopp bei seinem eigenen Bauprojekt nicht nur als Unternehmer, sondern auch persönlich Hand angelegt hat, macht das Projekt besonders. Als Holzbauer begleitet er normalerweise Bauprojekte seiner Kundinnen und Kunden während eines Teils der Bauzeit. Beim eigenen Mehrfamilienhaus war er dagegen von der Grundstückssuche über die Planung bis zum Einzug der letzten Mieter involviert. Und er packte selbst mit an: «Selbst wieder Arbeiten als Zimmermann durchzuführen, hat mir Freude bereitet», sagt Tschopp.
Gemeinsam mit seiner Partnerin Sandra Fankhauser entschied er sich bewusst gegen ein Einfamilienhaus und für ein Mehrfamilienhaus mit fünf Wohnungen. Neben der eigenen Attikawohnung entstanden vier Mietwohnungen. «Ein Einfamilienhaus für zwei Personen wäre für uns nicht zeitgemäss gewesen. Wir wollten zusätzlichen attraktiven Wohnraum schaffen», erklärt Tschopp.

Das Gebäude verbindet den konsequenten Einsatz von Schweizer Holz mit weiteren Nachhaltigkeitslösungen: Eine Photovoltaikanlage mit Speicherbatterie, eine Erdsondenheizung sowie die Nutzung von Regenwasser tragen dazu bei, den Energie- und Ressourcenverbrauch tief zu halten.

Schweizer Holz – vom Wald bis ins Gebäude
Am Projekt beteiligt waren mehrere Unternehmen aus der Schweizer-Holz-Wertschöpfungskette. Für das stimmige Endresultat sorgten unter anderem die Tschopp Holzbau AG, Dahinden Sägewerk AG, Hartwag Holz AG, Lang Sägewerk AG und Schilliger Holz AG.

Das Mehrfamilienhaus in Hochdorf zeigt damit beispielhaft, was das Label Schweizer Holz sichtbar machen will: Aus dem Rohstoff aus Schweizer Wäldern entsteht durch das Zusammenspiel verschiedener Unternehmen ein hochwertiges Gebäude – mit Wertschöpfung, Arbeitsplätzen und Know-how, die zu einem grossen Teil in der Schweiz bleiben.

Die Lignum Holzwirtschaft Zentralschweiz gratuliert Ivan Tschopp und Sandra Fankhauser sowie allen beteiligten Unternehmen zur Auszeichnung und zum gelungenen Neubau.



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