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HOLZ-BLOG - BEMERKENSWERTES AUS DER HOLZBRANCHE


12.09.2024

Auf ein Wort mit ... Urs Baumberger

Urs Baumberger ist seit knapp 30 Jahren im Gesundheitsbereich tätig. Einst mit einer Ausbildung zum Mechaniker gestartet, managt er heute Spitäler, coacht Führungspersonen, berät Klinikverantwortliche hinsichtlich einer passenden Strategie und amtet schon mal als Ad-Interim-Direktor einer Klinik. Wo holt er sich die Energie für dieses breite Aufgabengebiet und die umfassende Verantwortung? Das kommt im Interview sehr spannend zutage.

Urs Baumberger - gäbe es weniger Spitaleinweisungen, wenn sich die Menschen mehr im Wald aufhalten würden?
Spannende und gute Frage. Ja, die Leute wären wohl gesünder. Es gibt Hinweise darauf, dass Aufenthalte im Wald positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben können. Die sogenannte Waldtherapie zielt beispielsweise darauf ab, die Gesundheit durch gezielte Waldaufenthalte zu fördern und verschiedene Erkrankungen mittels therapeutischer und rehabilitativer Massnahmen zu verbessern oder zu lindern. Einige Vorteile:
Stressreduktion: Ein Aufenthalt im Wald kann Stress mindern und das Stresshormon Kortisol reduzieren.
Blutdrucksenkung: Die Waldluft kann den Blutdruck senken und den Puls verlangsamen.
Immunsystemstärkung: Terpene - organische Verbindungen, die im Wald produziert werden - können das Immunsystem stärken und die Anzahl der weissen Blutkörperchen erhöhen.
Guter Schlaf: Verbesserung des Schlafs, der Konzentration und der allgemeinen Immunität.

Sie sind Waldbesitzer; eines Ihrer Hobbys ist das Holzen. Wie kam's dazu, und was gibt Ihnen der Wald?
Schon als kleiner Bub war ich viel und gerne im Wald unterwegs. Als ich vor vielen Jahren Bauland kaufte, war auch Wald dabei. Ich wollte diesen selbst fachgerecht bewirtschaften können und absolvierte den ersten Holzer-Kurs. Wenig später wurde ich von Freunden betreffend eines weiteren gemeinsamen Waldkaufs angefragt. Ich war sofort dabei und seitdem sind wir regelmässig im Wald. Um das Holzer-Handwerk besser und sicherer ausüben zu können, habe ich auch den 'Fortgeschrittenen-Holzer-Kurs' absolviert. Es ist für mich ein guter Ausgleich, Natur pur, gut für Körper und Geist und die Pflege von Kameradschaft.

Top-Manager und Waldbesitzer - ein spannender Rollenwechsel. Wie kann man sich das vorstellen?
Es ist mir seit jeher wichtig und mit gesunder Neugier verbunden, dass ich mich mit ganz verschiedenen Leuten, Berufen, Gegenden, Ansichten etc. beschäftige. Dies bereitet mir Freude, und man bleibt offen und flexibel für vieles. Zudem ist der Wald – wie vorgängig beschrieben – für den Ausgleich und die Gesundheit sehr gut. Obwohl die Rollen auf den ersten Blick sehr verschieden sind, haben der Top-Manager und der Waldbesitzer respektive der Holzer einige Gemeinsamkeiten. So zum Beispiel:
• Mutig sein und die Bereitschaft haben Dinge voranzutreiben
• Eigeninitiative haben und bereit sein auch unkonventionell zu denken
• Risiko abwägen und bereit sein, kalkulierte Risiken einzugehen
• Gute Belastbarkeit und starker Eigenantrieb
• Offenheit für veränderte Situationen, Neugier und Kommunikationsfähigkeiten

Vervollständigen Sie bitte folgendes: Wald und Holz sind …
... die Basis für einen dauerhaften und umweltfreundlichen Beitrag zur Wertschöpfung. Gesunde Wälder liefern nicht nur Holz, sondern sind auch Grundlage für Biodiversität, Wasserspeicherung und Erosionsschutz. Ausserdem sind unsere Wälder wichtige Erholungsräume für Wanderungen, Radtouren und andere Freizeitaktivitäten und sind somit auch förderlich für unsere Gesundheit.



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